Ich war vor Ort:: Gedenkkundgebung 60 Jahre nach Majak

  • Veröffentlicht am: 5. Oktober 2017 - 13:21
Majak Nicole vdm

Im September 1957 explodierte an der Südostseite des Urals in Majak ein riesiger Betontank mit hochradioaktiver Flüssigkeit. Dabei wurde erheblich mehr Radioaktivität freigesetzt, als beim GAU in Tschernobyl. Viele Menschen starben, aber lange Zeit drang nichts davon an die Öffentlichkeit.

Dieser Unfall mit katastrophalen Folgen ereignete sich vor 60 Jahren. Eine radioaktive Wolke zog über hunderte Kilometer in den Ural und hinterließ verseuchte Erde und verstrahlte Menschen. Es gab weder Katastrophenalarm noch Evakuierungen. Erst 1989 erfuhr die Weltöffentlichkeit von dem Atomunfall, der in seinen verheerenden Ausmaßen oft mit dem Super-GAU von Tschernobyl verglichen wird.

Um den unzähligen Strahlenopfern zu gedenken und an die allgegenwärtige, tödliche Gefahr von Atomkraft zu erinnern, organisierte der BUND Hannover eine Veranstaltung zu 60 Jahre Majak. Die GRÜNEN haben diesen Aufruf des BUND ausdrücklich unterstützt und gegen diese teure Risikotechnologie mit ihren unkontrollierbaren Folgen protestiert. Ich war mit unserem Vorsitzenden Henning Krause bei der Gedenkkundgebung am 30.09.2017 in Hannover, Opernplatz dabei.

Peer vom anti Atombündnis hat über die heutige Situation in den verstrahlten Zonen berichtet.

Wichtig ist, dass wir die Energiewende vorantreiben – mehr Tempo fordern! Momentan sind die Zeiten für Erneuerbare jedoch denkbar schlecht: Atomstrom blockiert die Netze und verhindert den weiteren Ausbau regenerativer Energien. Dabei wäre es möglich, alle noch laufenden AKW sofort abzuschalten. Doch die Atomkonzerne dominieren nach wie vor die Energiepolitik – zu Lasten der Sicherheit, zu Lasten der Energiewende und zu Lasten der Bürger*innen. Damit muss Schluss sein!

AKW jetzt vom Netz, damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangehen kann!

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